| Augsburger
Friedensinitiative AFI, 19.08.2004
Herrn
Oberbürgermeister Dr. Wengert
Maximilianstr. 4
86150 Augsburg
Erklärung
deutscher Bürgermeister zur Abschaffung von Atomwaffen
/ Mayors for Peace
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
der
Bürgermeister der Gemeinde Mutlangen, Herr Peter Seyfried,
und der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover,
Herr Dr. h.c. Herbert Schmalstieg, rufen alle Bürgermeister
in Deutschland dazu auf, sich der Initiative Mayors for Peace
anzuschließen, die vom Bürgermeister von Hiroshima,
Tadatoshi Akiba, getragen wird. In Deutschland sind bereits
über 130 Bürgermeister dieser Initiative beigetreten.
In den Waffenarsenalen der Atommächte liegen noch immer
30.000 Atomwaffen, 7.000 davon sind in ständiger Einsatzbereitschaft.
Die USA sowie andere Atommächte planen die Entwicklung
und den Einsatz neuer Atombomben. Auch in Rheinland-Pfalz
lagern noch circa 65 US-Atombomben. Mit der weiteren europäischen
Integration bekommt die zukünftige Verfügungsgewalt
über die Atomwaffen der Atommächte UK und Frankreich
eine besondere Bedeutung. Das deutsche Militär und Regierungsberater
arbeiten an einer Konzeption, wie noch bestehende Widerstände
gegen eine ,,Nuklearmacht Europa“ zu überwinden
sind. Die Strategie der Bundesregierung ist, über eine
„Vergemeinschaftung“ der Nuklearstreitkräfte
Großbritanniens und Frankreichs Zugriff auf Atomwaffen
zu bekommen. 1)
Wir erachten es deshalb als sehr wichtig, frühzeitig
Zeichen zur Abschaffung aller Atomwaffen auf allen Ebenen
der Politik zu setzen.
Die Augsburger Friedensinitiative (AFI) würde es sehr
begrüßen, wenn Sie als Oberbürgermeister der
Friedensstadt Augsburg ebenfalls der Initiative Mayors for
Peace beitreten und damit die Forderung nach Abschaffung aller
Atomwaffen unterstützen würden.
Beiliegend finden Sie Unterlagen zu der Initiative Mayors
for Peace. Weitere Informationen sind im Internet unter www.atomwaffenfrei.de
in der Rubrik „Bürgermeisterkampagne“ zu
finden.
Mit
freundlichen Grüßen
i.A. Klaus Stampfer
AFI-Arbeitsausschuß
1)
Quelle: http://www.german-foreign-policy.com/de/news/article/1081634401.php |
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