Sheridan
Gebäudehalle 116 Pfersee
Auseinandersetzung
mit dem KZ-Außenlager
Veranstaltung am 4.3.04
Referat: Wolfgang Kucera, Geschichtswerkstatt Augsburg
In
Halle 116 waren am 25. Februar 1944 nach der Bombardierung
der Messerschmitt Werke 15- bis 20-Tausend Zwangsarbeiter
der Messerschmitt Werke untergebracht.
Vorher war die Halle eine Gerätehalle, bzw. Garage gewesen.
Die Gefangenen waren in 8 Block zu je 200 Gefangene aufgeteilt,
die nur durch Drahtzäune abgeteilt waren. Praktisch haben
hier jahrelang 1 600 Menschen in einem einzigen Raum geschlafen.
Dazu gab es laut Zeitzeugen noch einen „Baby-Block“
für kleine Buben, einen Block für die Funktionshäftlinge
und ein „Krankenrevier“, das auch von anderen
Zwangsarbeiterlagern in der Region genutzt wurde, denn Augsburg
galt im schwäbisch-bayerischen Raum (einschließlich
Allgäu) als Hauptlager…
Durch
die Initiativen der Geschichtswerkstatt und der Initiativen
für die Zwangsarbeiter ist es gelungen, einen Stadtratsbeschluss
zum Erhalt der Halle durchzusetzen. Es sind auch nur noch
wenige der Außenlager in unserer Region erhalten, die
Halle 116 ist daher ein wichtiges Zeitdokument.
Da die zweistöckige Halle sehr groß ist, kann man
nur einen Teil des Erdgeschosses als Museum umbauen. Das Problem
ist, Mieter für die übrigen Räumlichkeiten
zu finden, die dieser Nutzung zuträglich sind. Es liegen
Anfragen vor, aber von einer Lösung ist man noch weit
entfernt.
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zum Bericht von Hanne Corniels |