Meitingen, 19. April 2008

Grabrede für Theo Schoofs

Anstelle eines Nachrufs

Liebe Frau Schoofs, liebe Sonja, lieber Dieter…

Theo Schoofs ist tot. Nach einem Abend mit politischen Diskussionen wie so oft in seinem Leben ist er in der Nacht darauf verstorben – ein schöner Tod, der zu seinem Leben passt. Denn es war ein tätiges, ein politisches Leben, das eines antifaschistischen Arbeiters.

Schon als Kind musste er miterleben, wie auf dem Heimweg von einem Fußballspiel SA-Schläger seinen Vater halbtot prügelten. Noch 1944 wurde er als 16-jähriger zum Westwalleinsatz eingezogen, geriet an einen sadistischen Nazi-Ausbilder, der ihn im November zwang, im eiskalten Rhein zu baden, was ihn schwer erkranken ließ. Damit aber war für ihn der Krieg zu Ende, da er mit dem Auskurieren hier in Waltershofen die Zeit verbrachte, wo er auch seine Frau Mina kennen lernte.

Diese Erfahrungen mit Faschismus und Militarismus führten ihn folgerichtig in die FDJ (1951 verboten) und in die KPD, die 1956 von der Adenauerregierung verboten wurde.

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