kommunales/Stadtgeschichte

 

 

 

 

 

 

Sinti brechen das Schweigen – Gesprächsrunde mit dem Regionalverband Deutscher Sinti & Roma Augsburg/Schwaben in der Halle 116, 27. Juli 2017 ©hristian menkel

 

2.12.2018
Auf massiven Druck der Bürgerschaft
Die Bauverwaltung gibt eine gewerbliche Nutzung der Halle 116 auf
Nun kann die Gestaltung des Denkorts auf dem Sheridan Areal beginnen und ein würdiges Erinnern an die Zwangsarbeiter im KZ-Außenlager organisiert werden

Nach massiven Protesten gibt die Stadt den Plan auf, große Teile der Halle 116 auf dem Sheridan-Areal gewerblich zu nutzen. Überraschend hat Baureferent Gerd Merkle (CSU) auf der Sitzung des Bau- und Konversionsausschusses des Stadtrats am 22. November eine entsprechende Beschlussvorlage der Verwaltung zurückgezogen. Damit ist jetzt hoffentlich der Weg frei für eine Nutzung des gesamten Areals für das Gedenken an die Zwangsarbeiter, die im ehemaligen KZ-Außenlager von Dachau für die Augsburger Rüstungsindustrie schuften mussten. Auch an die Geschichte der US-Amerikaner in der Stadt soll gedacht werden.
Der Initiative Denkort Halle 116 war es damit gelungen, seit ihrer Gründung im Januar dieses Jahres eine beachtliche Wirkung zu entfalten. Auch die mediale Unterstützung der Anliegen der Initiative ist nicht zu verachten. Hinzu kamen zum Beispiel interessante Ausstellungen und Führungen am Tag des offenen Denkmals am 9. September in der Halle 116 mit erstaunlichen Besucherzahlen. Dann die Einwendungen gegen den Bebauungsplan, die während seiner öffentlichen Auslegung möglich waren.…
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20.11.2018
Für die Sitzung des Bauausschusses des Stadtrats am 22. November liegen wichtige Anträge vor
Die Bauverwaltung sträubt sich, das KZ-Außenlager Halle 116 im SheridanPark zur Gemeinbedarfsfläche zu erklären
„… müssen bei der Ausarbeitung eines Bebauungsplanes auch die Möglichkeiten einer wirtschaftlichen Neubebauung berücksichtigt werden“

Die Halle 116 auf dem Sheridan-Gelände in Pfersee ist wieder einmal Thema im Stadtrat. Als ehemalige Luftnachrichtenkaserne in der NS-Zeit und KZ-Außenlager von Dachau für die Messerschmitt-Werke, nach dem Krieg vom US-Militär genutzt, soll sie Gedenkstätte und Denkort werden. Seit der Jahrtausendwende versuchen HistorikerInnen, AntifaschistInnen, BürgerInnen von Pfersee, verschiedene Initiativen und Verbände mit wechselndem Erfolg, dem Stadtrat und der Stadtverwaltung diese Position nahezubringen.
Dem Bau- und Konversionsausschuss des Stadtrats am 22. November liegen drei Anträge der Grünen, der Ausschussgemeinschaft der Freien Wähler/Die Linke/ÖDP und der PolitWG und zwei Empfehlungen des Kulturbeirats vor, die Halle 116 wieder komplett in Gemeindbedarf zu überführen – also im öffentlichen Interesse als Gedenkstätte zu entwickeln und nicht im Interesse von Investoren als Gewerbeimmobilie. Die Stadtverwaltung plant die eiskalte Ablehnung sämtlicher dieser Anträge und Empfehlungen, was ein echter Skandal wäre, der nicht ohne Folgen bleiben darf.
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19.1.2018
Ehemaliges Außenlager des Konzentrationslagers Dachau auf dem Sheridan-Gelände in Pfersee
Warum die Halle 116 als Gedenkstätte in Gefahr ist
Die Stadt ist auf die Rüstungsindustrie festgelegt – und diese will nicht an ihre Schandtaten erinnert werden. Die Messerschmitt Stiftung muss zahlen!

Das wichtigste zuerst: Das ehemalige Kasernengebäude und KZ-Außenlager im Sheridan-Park, genannt Halle 116, steht noch. Dies ist nur dem Engagement vieler Antifaschist_innen, progressiver Lokalhistoriker_innen, Stadtteilaktivist_innen, Wissenschaftler_innnen, Journalist_innen und Freund_innen einer demokratischen Kultur, aber auch Politiker_innen von den Grünen, Freien Wählern u. a. zu verdanken, die auf einer Nutzung der Halle als Gedenkort bestanden. Engagement ist jetzt erneut gefragt, denn die Halle 116 ist wieder in Gefahr. Aktuell liegt der Versuch der Stadtverwaltung vor, die Halle 116 als Gemeinbedarfsfläche aus dem Bebauungsplan herauszunehmen. Damit verliert sie den kulturellen Schutz und wird zu einer Gewerbefläche zurückgestuft.…  weiter

Inhalt: Besorgte Rundmail der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes * Wer weiß schon, um was es sich bei der Halle 116 handelt * KZ-Außenlager Pfersee * Die Stadt Augsburg ist der Rüstungsindustrie verpflichtet – von Messerschmitt bis EADS und Airbus * Der sozialdemokratische Oberbürgermeister Wengert auf Abwegen * Aber auch Menacher, Hintersberger und Gribl in militärischer Tradition * Die Initiative für Entschädigung von Zwangsarbeit in Augsburg * Messerschmitt und Nachfolger EADS zahlten keine Entschädigung an die Zwangsarbeiter * Schlussbemerkung

 

3.8.2017
Sinti brechen das Schweigen
Gesprächsrunde mit dem Regionalverband Deutscher Sinti & Roma Augsburg/Schwaben in der Halle 116, einem ehemaligen KZ-Außenlager auf dem Sheridan-Gelände. Ausstellung: Überlebende sinti im Fischerholz

Unter dem harmlosen Titel „Tafelrunde Sinti & Roma. Ausstellung und Gespräch“ – so im Programmheft der Stadt Augsburg zum Friedensfest – fanden in der Halle 116 im Sheridan Park zwei Veranstaltungen des städtischen Friedensbüros in Kooperation mit dem Regionalverband Deutscher Sinti & Roma und dem Theaterverein Nyx e. V. statt. Sie wurden moderiert von Marcella Reinhardt, Vorsitzende des Regionalverbands Deutscher Sinti und Roma Augsburg/Schwaben, und der Regisseurin Dorothea Schroeder. Der Regionalverband Deutscher Sinti & Roma gab der Veranstaltung noch einen eigenen Titel: „Sinti brechen das Schweigen. Sinti gestern, heute und morgen“. Im Gegensatz zur Stadtzeitung berichtete die Augsburger Allgemeine nicht über die Veranstaltungen, obwohl sich am 30. Juli sogar der städtische Kulturreferent die Ehre gab. Der Titel der Veranstaltung Sinti brechen das Schweigen war nicht übertrieben. Und auch der Ort der Veranstaltung in der Halle 116, einem ehemaligen Außenlager des KZs Dachau auf dem Sheridan-Gelände, war angemessen. ...  weiter
Inhalt: Die Gründungsfeier im Augsburger Rathaus * Böse Geschichten – Sintize prangern die anhaltende Diskriminierung an * Die Ausstellung und das Fischerholz * Antiziganismus fast ungebrochen * Präventive Beobachtung durch die Polizei * Uta Horstmann und der Hungerstreik * Halle 116 * Einige weitere bedeutsame Aspekte

 

18.02.2013
Ehemaliges KZ-Außenlager in Pfersee
Halle 116 soll zum „Lernort Frieden“ werden
Prof. Gassert vom Stadtrat mit einer Konzeption beauftragt. Trägerschaft und Finanzierung ungeklärt. Der Stadtrat spielt auf Zeit bis nach den Kommunalwahlen

„Historiker der Universität Augsburg führen in der Neuen Stadtbücherei bis zum 14. April 2012 anhand von über hundert Fotodokumenten durch ein halbes Jahrhundert US-Militärpräsenz in Augsburg.“ So heißt es in einer Pressemitteilung der Universität.1 Ziel der Ausstellung sei es, „Augsburg bewusstzumachen, wie lohnend es ist, die Erinnerung an das halbe Jahrhundert, in dem Amerika ganz handfest und greifbar in Augsburg war, zu pflegen“. Ob die Szene, die auf dem Ausstellungsflyer abgebildet ist, wo der junge OB Breuer von einem Ranger einen Cowboyhut entgegennimmt, so „lohnend“ ist, gepflegt zu werden, wollen wir mal dahingestellt seinlassen.
Bemerkenswert aber waren die Reden des amerikanischen Konsuls und von Bürgermeister Weber bei der Eröffnung und die Ergebnisse der wissenschaftlichen Tagung, die vor allem Prof. Gassert beisteuerte. Darin wurde nämlich bekräftigt, dass die Halle 116 auf dem Sheridan-Areal als ehemaliges KZ-Außenlager als Denkort, Mahnmal und Museum auch für diesen Zeitabschnitt erhalten, ausgebaut und genutzt werden muss. Damit dürften die Kräfte einen deutlichen Dämpfer erhalten haben, die die Halle 116 am liebsten als US-Militaria-Laden und Chevy-Garage usurpieren wollten
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20.4.2008
Meitingen, 19. April 2008
Grabrede für Theo Schoofs
Anstelle eines Nachrufs

zum Projekt Theo Schoofs ist tot. Nach einem Abend mit politischen Diskussionen wie so oft in seinem Leben ist er in der Nacht darauf verstorben – ein schöner Tod, der zu seinem Leben passt. Denn es war ein tätiges, ein politisches Leben, das eines antifaschistischen Arbeiters. Schon als Kind musste er miterleben, wie auf dem Heimweg von einem Fußballspiel SA-Schläger seinen Vater halbtot prügelten. Noch 1944 wurde er als 16-jähriger zum Westwalleinsatz eingezogen, geriet an einen sadistischen Nazi-Ausbilder, der ihn im November zwang, im eiskalten Rhein zu baden, was ihn schwer erkranken ließ…  weiter


02.12.2018  Auf Druck der Bürgerschaft - Die Bauverwaltung gibt eine gewerbliche Nutzung der Halle 116 auf
20.11.2018  Die Bauverwaltung will die Halle 116 im SheridanPark nicht als Gemeinbedarfsfläche
19.01.2018  KZ-Außenlager Pfersee – Warum die Halle 116 als Gedenkstätte in Gefahr ist
03.08.2017  Sinti brechen das Schweigen, Gesprächsrunde mit dem Regionalverband Deutscher Sinti & Roma
18.02.2013  Halle 116 soll zum „Lernort Frieden“ werden
20.04.2008  Grabrede für Theo Schoofs – Anstelle eines Nachrufs
07.06.2006  “Erinnern heißt Handeln!” – Nachruf auf Anni Pröll
03.07.2005  Nachruf auf Johanna Corniels
11.08.2004  3. alternativer Stadtrundgang von Forum und VVN, mit einem Exkurs über den Gauleiter
10.11.2003  Historischer Stadtrundgang anlässlich der Reichskristallnacht am 9. November
11.08.2003  Alternativer Stadtrundgang der VVN am 8. August
17.05.2003  Zum 70. Jahrestag der Ermordung von Leonhard Hausmann – Gedenkrede von Anni Pröll
25.04.2003  Anni Pröll, Widerstandskämpferin – Grußwort zum Augsburger Ostermarsch 2003
01.12.2002  Hakennuss und Zirbelkreuz – Rechtsextremismus in Augsburg (1945–2000), Facharbeit


   
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