Anni Pröll, Widerstandskämpferin

Grußwort zum Augsburger Ostermarsch 2003

Ein Grußwort soll es werden, dabei ist das Herz voll Bitternisse. Eine große Friedenssehnsucht ist gewachsen und dann die Friedensbewegung nach den Jahren des Zweiten Weltkrieges. Mehr als 55 Millionen Menschenleben sind zu Grunde gegangen. Nationale Überheblichkeit, Rassenhass und der Glaube an ein germanisches Sendungsbewusstsein hat große Teile unseres Volkes verführt, an einem Verbrechen gegen die Menschheit schuldig zu werden... Mit Lügen haben sie die deutsche Jugend präpariert. Man hat sie gegen einen Feind gehetzt, der keiner war. Verbrannte Erde ist zurückgeblieben und ein großes Schweigen...
Nein, die Warner damals hatten es nicht verhindert, dieses Morden, das die gewählten Vertreter des deutschen Volkes veranstalteten... In den Zuchthäusern, in den Todeszellen haben sie sich getroffen und in Dachau...
Nach dem Mai 1945: An den großen Schloten der Fabriken haben die Augsburger Arbeiter Losungen angebracht: „Krieg dem Kriege!“ Das war eine Kampfansage, die wir heute aufnehmen müssen...
Wachsen die alles vernichtenden Waffen auf den Bäumen? – Oder?

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