Alternativer Stadtrundgang der VVN 

8. August 2003

zum Bericht der VVN   

 

 

 

Hier eine Station des
Stadtrundgangs

In diesem Grab wurden vier ukrainische Staatsbürger aus einem Gögginger KZ-Außenlager von Dachau, die bereits während des Krieges erschossen wurden, beerdigt. Sie arbeiteten vermutlich für die Messerschmidt-Flugzeugwerke in Haunstetten. Sie wurden laut Berichten von anderen Zwangsarbeitern nur im Wald verscharrt. Nach Kriegsende wurde die Leichen von anderen Lagerinsassen exhumiert und unter Anwesenheit aller noch in Augsburg weilenden Zwangsarbeiter auf dem Gögginger Friedhof beigesetzt. Dieses Grab mahnt uns noch heute vor den grausamen Taten Augsburger Bürger im Zweiten Weltkrieg.
Dieser Tage kommt ein Schülerwettbewerb über Zwangsarbeit in Augsburg zum Abschluss, der von der IG Metall u.a. unterstützt wurde. Wir rechnen hier in Kürze mit aufschlussreichen Ergebnissen.
Ferner erschien soeben ein neues Buch von Thomas Muggenthaler „Wir hatten keine Jugend – Zwangsarbeiter erinnern sich an ihre Zeit in Bayern“, edition Lichtung, das auch einen Bericht über Augsburg enthält.
Claudia Schröppel

Die russische Grabinschrift lautet:

“Von den Freunden und Arbeitskollegen für
Rukov Dimitri
Drugljak Aleksej
Borsov Aleksander
Puschkiv Valentin
die am 22.4.45 in den Folterkammern der Gestapo für ihren antifaschistischen Kampf während der Zeit des Großen Vaterländischen Krieges in den Jahren 1941–45 gequält und brutal vernichtet wurden.”


   
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