Hier
eine Station des
Stadtrundgangs
In
diesem Grab wurden vier ukrainische Staatsbürger aus
einem Gögginger KZ-Außenlager von Dachau, die bereits
während des Krieges erschossen wurden, beerdigt. Sie
arbeiteten vermutlich für die Messerschmidt-Flugzeugwerke
in Haunstetten. Sie wurden laut Berichten von anderen Zwangsarbeitern
nur im Wald verscharrt. Nach Kriegsende wurde die Leichen
von anderen Lagerinsassen exhumiert und unter Anwesenheit
aller noch in Augsburg weilenden Zwangsarbeiter auf dem Gögginger
Friedhof beigesetzt. Dieses Grab mahnt uns noch heute vor
den grausamen Taten Augsburger Bürger im Zweiten Weltkrieg.
Dieser Tage kommt ein Schülerwettbewerb über Zwangsarbeit
in Augsburg zum Abschluss, der von der IG Metall u.a. unterstützt
wurde. Wir rechnen hier in Kürze mit aufschlussreichen
Ergebnissen.
Ferner erschien soeben ein neues Buch von Thomas Muggenthaler
„Wir hatten keine Jugend – Zwangsarbeiter erinnern
sich an ihre Zeit in Bayern“, edition Lichtung, das
auch einen Bericht über Augsburg enthält.
Claudia
Schröppel |
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