Über
900 TeilnehmerInnen – gezählte und nicht geschätzte
– bei der Demonstration des Bündnisses gegen den
Naziaufmarsch in Augsburg. Abschlusskundgebung bei strömendem
Regen, aber in bester Stimmung vor dem ehemaligen Nazigefängnis
am Katzenstadel.
80 Nazis marschierten auf
geheimen und von USK-Truppen abgeschirmten Wegen vom Plärrer
zur AOK. Ihre Abschlusskundgebung hielten sie dort vor dem
ehemaligen Gestapo-Hauptquartier. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit
konnten Ollert und Wuttke ihre Hetzreden ablassen. Der „Polizeischutz“
verhinderte so mögliche Anzeigen wegen Volksverhetzung.
Polizeikessel „bewahrten“ die Jugendlichen davor
die Nazis zu stören.
Knapp
300 Menschen folgten dem Aufruf des Bündnisses für
Menschenwürde zur Kundgebung auf dem Rathausplatz. Viel
Beifall für die Reden des Stadtrats und Vertreter des
Ausländerbeirats Cemal Bozoglu und des ver.di-Geschäftsführers
Helmut Schwering, der auch die vorangegangene Demonstration
ausdrücklich würdigte und zur künftigen Zusammenarbeit
in einem offenen, roten Gewerkschaftshaus aufrief. |