Linker 1. Mai 2003
Redebeitrag von ATIF
Föderation der Türkischen Arbeiter in Deutschland

Wir, die Arbeiterklasse der gesamten Welt, werden wieder am 1. Mai ohne jegliche Trennung zwischen Sprachen, Hautfarben und Religionen gemeinsam den 1. Mai feiern. Der diesjährige 1. Mai unterscheidet sich von den bisherigen in einem Punkt: der britische Imperialismus und der US-Imperialismus führen gegen die irakische Bevölkerung einen Angriffskrieg. Durch die abgeworfenen Bomben auf das irakische Volk, wurden Tausende Menschen ermordet, Tausende Menschen verletzt und Tausende Kriegsflüchtlinge fliehen aus den Städten, die dem Erdboden gleich gemacht wurden. Dieser barbarische Angriffskrieg, der unter dem Deckmantel „Freiheit für Irak“ geführt wurde, bedeutet nicht anderes, als die irakischen Erdölfelder zu besetzen. Die USA und England haben erklärt, dass die US-Firmen und die britischen Firmen den Aufbau des Irak unter sich teilen werden. Dies hat bei Frankreich, Deutschland und Russland Empörung ausgelöst, denn sie wollen ebenfalls unter dem Motto „humanitäre Hilfe“ einen Teil der Kriegsbeute für sich beanspruchen.
Als Reaktion auf den 11. September haben die Imperialisten einen Angriff gegen die Weltbevölkerung gestartet. Die USA haben erklärt, dass sie die einzigen Weltpolizisten sind. Mit der Besetzung Afghanistans haben die USA Angst und Furcht verbreitet. Frankreich, Deutschland und Russland, die sich gegen den Krieg im Irak geäußert haben, waren im Afghanistankieg ganz brav dabei. Deshalb sind die Äußerungen von Frankreich, Deutschland und Russland, warum sie gegen den Krieg in Irak waren, nicht gerade glaubhaft.
Der imperialistische Angriffskrieg, der in erster Linie vom US-Imperialismus gegen die Völker der Welt geführt wird, bleibt nicht nur auf den Irak begrenzt. Die USA haben schon angefangen Syrien und Iran zu bedrohen. Dies bedeutet nichts anderes, als dass dem Nahen Osten neue Kriege bevorstehen. Um diesen imperialistischen Angriffskriegen ein Ende zu setzen, müssen wir am 1. Mai unsere Stimmen erheben.

Warum müssen wir die Quittungen des Krieges zahlen?
Die Quittung für den Afghanistankrieg mussten die Arbeiter und Werktätigen zahlen. Die Regierungen haben unter dem Deckmantel „Aufbau Afghanistans“ alle Konsums- und Verbrauchsgüter verteuert. Hauptsächlich die Verteuerungen für Benzin und Zigaretten mussten wir auf unseren Schultern tragen, damit die Monopole, die sich in Afghanistan am „Aufbau“ beteiligen, ihre Profitgier stillen können. Jetzt ist der Irak an der Reihe: Imperialisten zerstören, aber die Quittung müssen wir zahlen. Die Arbeiterklasse und die Werktätigen haben niemals Vorteile durch den Krieg. Um diesem Krieg ein Ende zu setzen, haben die Menschen auf der ganzen Welt gegen diesen Krieg protestiert. Aber die USA und England haben die internationalen Abkommen trotz aller Proteste nicht akzeptiert und den Irak angegriffen. Deshalb werden wir die Quittung des Krieges nicht zahlen. Die Quittung dieses Krieges müssen die USA und England zahlen!

Die Menschen sind vor ihrer Zukunft nicht sicher!
Es kommen auf die Arbeiterklasse der EU-Länder große Probleme zu. Die Arbeitslosigkeit hat zur Zeit die 20 Millionen-Grenze erreicht. Die sozialen Rechte werden Tag für Tag gekürzt. Die EU-Länder verfolgen eine zentrale Politik. Sie versuchen zur Zeit den Begriff vom „Sozialstaat“ abzuschaffen. Sie wollen für die Rentner eine Zusatz-Versicherung. Sie wollen die Gesetze so ändern, dass die Arbeitgeber jeder Zeit die Arbeiter auf die Strasse setzen können. Sie arbeiten auch dafür, dass das Arbeitslosengeld gekürzt wird. Die Kranken müssen für ihre notwendigen Behandlungen tief in die Tasche greifen. Die Arbeiterklasse muss sich für die Leihfirmen, für einen Hungerlohn, kaputt arbeiten. Auch die Steuern werden Tag für Tag steigen. Deshalb erwartet die Arbeiterklasse noch schlimme Tage.
Die Arbeitgeber nutzen die wirtschaftliche Konjunktur zur Zeit aus, um den Arbeitnehmern keine Lohnerhöhung zu zahlen oder die Arbeiterklasse wird mit 2 % Billiglohn abgespeist. Es wird überhaupt nicht an die Lebenshaltungskosten oder die steuerlichen Belastungen gedacht. Somit sind die Arbeiter zu einem schlechten Leben verurteilt. Wir produzieren, aber die großen Monopole machen auf unseren Schulter enorme Gewinne.

Es lebe der 1. Mai!
US-Imperialisten und britische Imperialisten: lasst eure Hände vom Nahen Osten!
Es lebe der proletarische Internationalismus!



   
nach oben