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500.000 in Berlin - Millionen
weltweit
demonstrierten am
Samstag gegen einen Krieg gegen den Irak. Aus Augsburg waren ca. 50 Menschen
in Berlin dabei. Manches „Grün“ war vertreten. Mit Aufklebern
„altes Europa“ oder „Old Europe“ treten Bündnis
90/Die Grünen jetzt an. „Das Zusammenwachsen Europas”
wollen sie fördern.
Erinnern tut die Parole eher an Feudalismus, Fürstentum und ständigen
Krieg innerhalb der europäischen Staaten und gegen ihre Kolonien.
Dem entspräche dann auch die Rede,
die Fischer im Bundestag zur Regierungserklärung Schröders vom
13.2. hielt. Ein „Verifikations- und Kontrollregime“ soll
den Irak beherrschen. Erst mal zur “vollständigen Abrüstung
des Irak” – eines Staates, der in den 90er Jahren bereits
wie kein anderer unter internationaler Aufsicht abgerüstet wurde
–, später dann wohl zur Kontrolle der gesamten Ökonomie
dort. Denn langfristig soll ein solches „Regime“ auf jeden
Fall installiert werden. Dies bedeutet faktisch, dass ein Protektorat
geschaffen wird. Ob dies nun ein UNO-, Nato-, oder US-Protektorat sein
wird, mal dahingestellt.
Wenn der Bundesausschuss des Friedensratschlags
„begeistert“ ist vom Vorschlag Schröders, dass die UN-Waffeninspektionen
fortgesetzt und ausgeweitet werden sollen, dann berücksichtigt dies
nicht die übrigen Ziele der Regierungskoalition, „dauerhafte
Strukturen für die Eindämmung von vom Irak ausgehenden Gefahren
sowie für Abrüstung und Stabilität in der gesamten Region
zu schaffen“ (s. Punkt 5 in der Regierungserklärung
Schröders).
Wenn sich die BRD-Regierung auf das Völkerrecht beruft, muss sie
dem Irak auch eine eigenständige demokratisch gewählte Regierung
zugestehen. Wenn sie Stabilität in der gesamten Region schaffen will,
muss sie auch die Grenzen Deutschlands für oppositionelle Verfolgte
aus dieser Region öffnen und den hier lebenden Flüchtlingen
ermöglichen politisch aktiv sein zu können, ohne befürchten
zu müssen, dass dann irgendwelche Abschiebegesetze sie „ergreifen“.
Dass die Grünen Schwierigkeiten mit der Friedensbewegung haben, wird
auch in dem offenen
Brief der Grünen Jugend an das Aktionsbündnis 15. Feb. deutlich.
Den Aufruf des Bündnisses
konnten sie nicht unterschreiben, da er „keinen Minimalkonsens“
darstellt. Offensichtlich ist der Knackpunkt wieder mal die Aufforderung
an die Bundesregierung, „ihrer Ablehnung des Krieges Taten folgen
zu lassen, Fuchs Spürpanzer aus Kuwait sowie Marineeinheiten aus
der Golfregion abzuziehen und den beteiligten Armeen Überflugrechte
und Infrastruktur für den Krieg zu verweigern“ und die Tatsache,
dass „jegliche Unterstützung (z.B. AWACS) eines solchen Angriffskriegs
gegen deutsches und internationales Recht verstößt“.
Elli
Bilder der Millionen
DemonstrantInnen aus
aller Welt
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