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Erklärung der DGB-Region AugsburgNein zum Krieg!Der Beginn des neuen Jahrhunderts war für viele Menschen mit der Hoffnung auf mehr Frieden in der Welt und weniger militärische Konflikte verbunden. Wir haben diese Hoffnung nicht aufgegeben. Deshalb sagen wir klar Nein zu einem Angriffskrieg gegen den Irak. Und wir lehnen jede Form einer deutschen Beteiligung ab. Ein als Prävention gegen den Terror und Bedrohung des Weltfriedens ausgegebener Krieg gegen den Irak ist in jeder derzeit denkbaren Form verwerflich, • weil er hauptsächlich
die Bevölkerung treffen wird, die unter der Diktatur Saddam Husseins
und dem angeblich nur gegen ihn gerichteten Wirtschaftsembargo seit vielen
Jahren unerträglich leidet; Nach den kriegerischen
Katastrophen des 20. Jahrhunderts wurde unter maßgeblicher Beteiligung
der Vereinigten Staaten von Amerika eine Weltordnung angestrebt, die militärische
Gewalt als Mittel der Politik ächtet. Ihre globale Verwirklichung
ist bisher nicht gelungen. An ihr muss weiter gebaut werden. Europäische
und deutsche Politik muss es sein, an der Schaffung einer gerechten Weltordnung
mit friedlichen Mitteln festzuhalten - wer auch immer in Washington regiert.
Diese Politik muss glaubwürdig sein und darf sich nicht dem Verdacht
aussetzen, ökonomische Interessen – besonders was Rohstoffe
wie Öl betrifft – notfalls mit Gewalt durchsetzen zu wollen.
Die Weltgesellschaft braucht eine andere, gerechtere Welt-wirtschaftsordnung
und ein starkes internationales Recht und nicht das Unrecht des Stärkeren;
nur so wird Terrorismus mit Aussucht auf eine bessere Zukunft eingedämmt. Wir unterstützen die Politik der deutschen Bundesregierung in ihrer Haltung, sich nicht an dem Abenteuer eines Angriffs auf den Irak zu beteiligen. Wir fordern, dass der deutsche Vertreter im UN-Sicherheitsrat alles unternimmt, um eine Ermächtigung zum Angriffskrieg zu verhindern.
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