der Kommandeur

Krieg gegen den IrakVom Völkerrechtsbruch zum Kriegsverbrechen?

“Holt die Truppen nach Hause!”

25.3.2003 Fünf Tage nach Beginn dieses Krieges ist nicht mehr zu übersehen, dass die USA von einer Fehlbeurteilung der Lage im Irak ausgingen. Anders als im ersten Golfkrieg, als die Alliierten die Invasion von Bodentruppen erst nach mehrwöchigem Bombardement in Gang setzten, als die irakische Armee bereits völlig demoralisiert war und in weiten Teilen des Landes kaum noch Widerstand entgegensetzte, drangen die angreifenden Armeen dieses Mal zu Beginn vom Süden her in das Land ein mit dem Ziel, so schnell wie möglich nach Bagdad vorzustoßen. Diese Strategie gründete sich auf die Annahme, dass die irakische Armee im Süden zu ernsthaftem Widerstand nicht in der Lage sei und dass es schnell gelänge, die Städte im Süden nehmen und den Südirak unter Kontrolle zu bringen. Hätte dann noch die im Süden lebende, vom Baath-Regime unterdrückte schiitische Bevölkerungsmehrheit die Invasionsarmeen als Befreier begrüßt, hätten die USA ihr Besatzungsregime mit einer Art legitimen Anstrich errichten können. Auf diese Weise hätte man das Regime in Bagdad einschnüren können und seinen Zusammenbruch herbeiführen. Auch im Kampf um die öffentliche Weltmeinung hätte dies als Befreiungsschlag gewirkt. Aber so ist es nicht gekommen.
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