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ZNet/Labor Bringt die Soldaten sofort nach Hause! Der
68. Kongress der Gewerkschaft der Elektriker, Radio- und Maschinenarbeiter.
(UE) UE, 25. September, 2003 Die ohnehin schon astronomischen Kosten
für die Besatzung steigen immer weiter, Paul Bremer, der Administrator
des besetzten Irak, erklärte im Juli, dass sich die Kosten für
den Wiederaufbau des Irak über die nächsten 3 Jahre auf 100
Mrd. Dollar belaufen werden. Aber unabhängige Experten schätzen,
dass die Ausgaben für das Militär und und den Wiederaufbau bis
zu 600 Mrd betragen werden. Ein großer Teil dieser Gelder wird in den Taschen jener Konzerne landen, die enge Beziehungen zum Weißen Haus haben. Am meisten wird dabei die Firma von Vizepräsident Cheney, Halliburten, einstecken, mit ihren Sonderverträgen werden sie einen Gewinn von 400 Mio. Dollar machen können, ein Gewinn, der vom amerikanischen Steuerzahler subventioniert wird. Die Fa. Bechtel hat staatliche Aufträge im Wert von 680 Mio. Dollar erhalten, u.a. um die Kanalisation und die Wasserversorgung im Irak zu modernisieren. Diese Jagd nach Profiten wird von amerikanischen Soldaten beschützt, die selbst täglich von neuen Angriffen bedroht werden. Das Ziel dieser Regierung ist die Privatisierung der Wirtschaft im Irak und die Errichtung einer Freihandelszone in dieser Region, der Gewinner dieser Politik wird das amerikanische Big Business sein, nicht die irakischen Arbeiter. Nachdem durch den Krieg so viele Arbeitsplätze
zerstört worden sind, sind heute viele irakische Familien völlig
mittellos. US Soldaten haben Ende Juli Demonstranten der Vereinigung der
Arbeitslosen angegriffen, als sie gegen die schlechte Behandlung der Arbeitslosen
durch amerikanische Konzerne und das Militär friedlich protestieren
wollten. Die Verhaftung von 52 führenden Mitgliedern dieser Vereinigung
am 2. August zeigt deutlich, welche Art von „Demokratie“ die
Bushregierung im Irak anstrebt. Die Delegierten der 67. UE Konferenz im September haben damals erklärt, dass „die Bushregierung die Bedrohung durch den Irak absichtlich aufgebauscht hat um den Wehretat künstlich aufzublähen, um ihren Freunden in der Ölindustrie die Kontrolle über die Ölproduktion im Nahen Osten zu ermöglichen und um bei den Wahlen die Kandidaten der Republikanischen Partei zu unterstützen, die die Interessen der Großkonzerne vertreten. Das alles wird uns nicht vor Terroristen schützen, sondern die Arbeiter in den USA und im Ausland benachteiligen.“ Wir meinen, dass die Ereignisse der letzten Zeit diese Erklärung bestätigt haben. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Saddam war ein grausamer Tyrann, niemand wünscht sich seine Herrschaft zurück. Aber wir sollten uns nicht täuschen lassen, die Amerikaner wurden nicht wegen der Verbrechen Saddam Husseins in den Krieg geschickt. Dafür gibt es in der Welt zu viele Diktatoren. Aber nicht jeder Diktator kontrolliert die zweitgrößten Ölreserven der Welt. Das konnte nur Saddam – bis er von der mächtigen USA vertrieben wurde. Saddam Husseins blutrünstiges Regime ist von den früheren amerikanischen Administrationen mit Material unterstützt worden, auch von der ersten Bushregierung, solange sein Regime für die Ziele der US-amerikanischen Außenpolitik von Vorteil war. Präsident Bush hat das amerikanische Volk über die Gründe für den Krieg mehrfach belogen, Öl hat er dabei nie erwähnt. Er hat versucht, das Regime im Irak mit dem Netzwerk der Terroristen in Verbindung zu bringen. Diese Verbindung gibt es aber nicht. Er hat behauptet, dass der Irak über chemische und biologische Waffen verfügt und weiterhin produziert. Aber diese Waffen existieren nicht. Bush benutzte gefälschte Informationen, um zu beweisen, dass der Irak in Niger Uran kaufen würde. Inzwischen musste er gezwungenermaßen zugeben, dass diese Informationen falsch waren und nun hofft er, dass alle seine anderen Lügen übersehen oder vergessen werden. Wir sind gegen diesen Krieg, denn von
Anfang an war uns das Schicksal der Frauen und Männer in Uniform
wichtig, viele von ihnen sind unsere Mitglieder, Verwandte, Freunde und
Kollegen. Wir werden keine Ruhe finden, bis sie alle außer Gefahr
und wieder sicher zu Hause sind. Nach unseren Erfahrungen mit dem Krieg
in Afghanistan glauben wir unserer Regierung nicht mehr, wenn sie uns
schnelle Siege verspricht oder behauptet, sie kümmere sich um das
Wohl der Soldaten. Daher hat die 68. Delegiertenkonferenz der UE folgende Resolutionen verabschiedet:
Quelle: ZNet
25.9.2003 »» »» Artikel drucken Hinweise: ZNet Labour Watch »» US Labor Against the War
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