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Augsburg
6.3.2003
An
den Stadtrat von Augsburg
Sehr geehrte
Damen und Herren,
anlässlich
des geplanten Sudetendeutschen Tages in Augsburg überreichen
wir Ihnen beiliegende Denkschrift.
In ihr sind die Gründe aufgeführt, warum das Forum solidarisches
und friedliches Augsburg die Durchführung des Sudetendeutschen
Tages in Augsburg aufgrund der bisher offiziell vertretenen politischen
Standpunkte der Sudetendeutschen Landsmannschaft ablehnt.
Das Forum sieht in Anbetracht des geplanten Pfingsttreffens dringenden
Handlungsbedarf seitens des Stadtrates. Im Einzelnen fordern wir
ein eindeutiges Votum:
• gegen das Auftreten des Witikobundes im Rahmen des Sudetendeutschen
Tages
• dafür, dass die Stadt Augsburg als „Friedensstadt“
Organisationen wie der Sudetendeutschen Landsmannschaft kein Forum
zur Verfügung stellt, auf dem die Organisationsvertreter in
übelster Form die Tschechische Republik angreifen
• gegen jede finanzielle und ideelle Unterstützung des
Sudetendeutschen Tages (z.B. Grußwort der Stadt Augsburg,
Empfang im Rathaus, Zuschuss)
• für die Umwidmung aller geplanten Zuschüsse an
Vertriebenenorganisationen, um diese Mittel für den Ausbau
der Städtepartnerschaft zwischen Liberec und Augsburg einzusetzen
(z.B. in Form von Schüleraustausch etc.)
• für die Akzeptanz der Entscheidung des Europäischen
Rates zur Frage des Potsdamer Abkommens und seiner Ausführungsgesetze
und damit gegen die aggressiven, Völkerverständigung behindernden
Positionen der Sudetendeutschen Landsmannschaft
Wir haben es uns mit der Denkschrift nicht einfach gemacht. Das
zusammengetragene Material beleuchtet die offiziell vertretene Verbandspolitik
– wir stellen uns nicht gegen berechtigte Interessen von Vertriebenen
und Nachkommen in Form der Pflege ihrer Kultur. Wir stellen uns
dagegen, dass in der Stadt Augsburg ein angekündigtes „Familienfest“
als Deckmantel für völkerverhetzende Positionen von Verbandsfunktionären
missbraucht wird. Dieses „Trojanische Pferd“ sollte
in Augsburg keinen Stall finden.
Hochachtungsvoll
für den Arbeitsausschuss
Peter Feininger, Dr. Harald Munding |
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Nachdem im Haushalt
2003 erneut tausende von Euro Zuschüsse an sudetendeutsche
Organisationen genehmigt wurden und der OB bei einer Veranstaltung
Augsburg zur “Hauptstadt”
der Sudeten erklärte, schrieb das Forum dem OB direkt:
“Wir können angesichts der Ihnen zur Verfügung stehenden
Unterlagen eine derartige Hervorhebung nur mit aller Schärfe
zurückweisen. Eine Auseinandersetzung mit den politischen Inhalten
und Zielsetzungen der Sudetendeutschen Landsmannschaft tut not.
Es ist auch Ihre Aufgabe, Augsburg nicht zur ”Hauptstadt”
von Vorurteilen, Hass und/oder neofaschistischen Parolen - wie sie
von Vertretern des Sudetendeutschen Vorstandes formuliert werden
- aufzubauen. Eine klare Position der Stadt Augsburg zu diesem Thema
erwarten wir mit Interesse.” »»
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Denkschrift ist am 6.3.2003 an alle Stadträte, Referenten und
Bürgermeister der Stadt Augsburg gegangen. Keine einzige, kein
einziger hat bisher dem Forum geantwortet. Wir denken, die Frist,
die wir dem Stadtrat gelassen haben, war lang genug. Wir gehen nun
an die Öffentlichkeit. Zum Download der Denkschrift |
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