Augsburger Sudeten-Special
anlässlich des Sudetendeutschen Tags 2003

 

Es kommt so schlimm, wie wir befürchtet haben

Horst Rudolf Übelacker vom Witikobund kommt und wird über die aktuelle tschechische “Raubsicherungspolitik”, das Wohlleben der Tschechen und ihre “hohe Vermehrungsrate” unter NS-Herrschaft und ihre heutige Absicht, sich am deutschen Eigentum „zu mästen”, die “tschechisch besetzte Zone Deutschlands” und die Selbstverschuldung von Verbrechen wie in Lidice sprechen.

2001 bestätigt die Bundesregierung erneut „eine Verdichtung von Anhaltspunkten für rechtsextremistische Bestrebungen” des Witikobundes. Übelacker ist Bundesvorsitzender des Witikobundes, gleichzeitig aber auch langjähriges Mitglied des Bundesvorstands der Sudetendeutschen Landsmannschaft.

Das Forum solidarisches und friedliches Augsburg hat den Stadtrat und den OB gewarnt, dass im Rahmen des Sudetendeutschen Tages 2003 erneut mit einem Auftreten des Witikobundes zu rechnen ist und verlangt, dass die Stadt die Messe AG für rechtsextreme Veranstaltungen nicht zur Verfügung stellt. Wie üblich, hat die Stadt nicht reagiert.

Die Sudetendeutsche Landsmannschaft hat die Veranstaltung lange geheimgehalten. Auch jetzt findet sie sich nur im gedruckten Programm », nicht aber auf der offiziellen Internetseite » des Sudetendeutschen Tages:
SA 7. Juni 17.00 Uhr Vortragsveranstaltung des Witikobundes e.V.
Thema: „Benes?-Dekrete: neuer EU Standard?”
Referent: Prof. Horst Rudolf Übelacker,
Vorsitzender des Witikobundes e.V.
Ort: Messezentrum – TC Ebene 2, Raum 2.24

Wir verweisen auf unsere Materialien zum Sudetendeutschen Tag 2002 in Nürnberg mit einem Exclusivbericht über das Auftreten Übleackers »»

Wir verweisen ferner auf das Kapitel in unserer Denkschrift “Müssen Herr Übelacker und Gesinnungsgenossen die Stadt erneut heimsuchen?”

Müssen Herr Übelacker und Gesinnungsgenossen die Stadt erneut heimsuchen?

Übelacker ist Vorsitzender des Witikobundes, Bundesvorstandsmitglied der Sudetendeutschen Landsmannschaft von der Kurie der Sudetendeutschen Landsmannschaft in das Plenum des „Sudetendeutscher Rat e.V.” berufen; Mitglied der Finanzkommission „Sudetendeutscher Rat e.V.”; Vorsitzender Landesverband Bayern des „Witikobund”. Ferner Präsident der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft, der er seit 1969 angehört. Als Mitglied der CSU wirbt er 1989 für eine Koalition mit den Republikanern, 1990-1991 ist er Mitglied der rechtsextremen Partei. In den 90er Jahren referiert er bei diversen ultrarechten bis rechtsextremen Organisationen: 1992 bei der Burschenschaft Danubia, beim Gesamtdeutschen Studentenverband, 1994 bei dem Verein Kultur und Zeitgeschichte von Waldemar Schütz und 1995 auf den 4. Kulturtagen des Kulturwerks Österreich, die alljährlich die Ulrichsbergtreffen ausrichten, der Sammlung ehemaliger SS-Leute und Nazi-Gefolgsleute. Inhaltlicher Schwerpunkt seiner Referententätigkeit ist die Europapolitik und ihre Bedeutung für das Anliegen der Revanchisten. Er ist ferner Referent des rechtsextremen Arbeitskreises für deutsche Politik.
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Gerhard Müller, Kreisobmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Augsburg

„Am Aufbau des gemeinsamen Hauses Europa"

Gedenken an die Opfer des 4. März 1919

Mit einem Gottesdienst und einer Feierstunde haben gestern rund 150 Menschen im Haus St. Ulrich den Sudetendeutschen Gedenktag begangen. Am 4. Man 1919 waren 54 sudetendeutsche Männer, Frauen und Kinder von tschechischen Militärs erschossen worden, als sie für ihr Selbstbestimmungsrecht demonstrierten. Sie und alle Opfer von Krieg und Vertreibung standen im Mittelpunkt der Veranstaltung. „Dieser Tag war der Anfang allen Übels", sagte Gerhard Müller, Kreisobmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Augsburg. Das Datum müsse zum Anlass genommen werden, aller „Opfer von Hass, Neid, Rache und Terror" zu gedenken. Zugleich hob Müller die Heimatverbundenheit aller Vertriebenen hervor, „die Grund dafür ist, dass unser Bewusstsein für die Heimat heute noch so lebendig ist".

Oberbürgermeister Paul Wengen nannte in diesem Zusammenhang Augsburg „einen zentralen Ort, eine Art Hauptstadt der Sudetendeutschen". Gerhard Müller Jeder dritte Bürger der Stadt stamme aus einer Vertriebenenfamilie, erinnerte Wengert. Das Schicksal dieser Menschen müsse heute Ansporn sein, „am gemeinsamen Haus Europa zu bauen"...

aus Augsburger Allgemeine 10.3.2003

Bild: Gerhard Müller 2010 bei der Einweihung der Gedenktafel Regierungslager B durch die Vertriebenenverbände an der Friedberger Straße, Redaktion

Der Tschechische Nationalstaat – für die Sudetendeutschen “die Wurzel allen Übels”

Die Sudetendeutschen seien “Opfer von Hass, Neid, Rache und Terror” der Tschechen geworden, als sie “für ihr Selbstbestimmungsrecht demonstrierten” – so die alljährliche Litanei der Funktionäre der Sudetendeutschen Landsmannschaft anlässlich des Jahrestages des 4. März 1919. Dieser Tag gilt ihnen als besonders überzeugender Beweis dafür, dass die am 28. Oktober 1918 in den historischen Grenzen des Königreichs Böhmen gegründete Tschechoslowakische Republik von Anfang an ein Unrechtsstaat ohne Daseinsberechtigung gewesen sei.

Unter dem Etikett „Selbstbestimungsrecht“ feiert die Sudetendeutsche Landsmannschaft (SL) den Versuch, den Anschluss der tschechoslowakischen Grenzgebiete an den österreichischen Staat zu erzwingen und darüber einen Zusammenschluss mit dem Deutschen Reich zu erreichen. Die junge Tschechoslowakische Republik wehrte sich gegen die sezessionistischen Umtriebe der “Sudetendeutschen”. Es fielen Schüsse, auch in “Reichenberg” gab es Tote.

Der so harmlos formulierte Drang nach “Selbstbestimmung” der Sudetendeutschen zielte auf die Vernichtung der Tschechischen Republik. Ein Führer der Sudetendeutschen, Rudolf Ritter Lodgman von Auen, erklärte 1925: „Es müsste ... die oberste Aufgabe aller sudetendeutschen Politik sein, in geschlossener Front gegen den tschechischen Nationalstaat zu kämpfen, als der Wurzel allen Übels.“ 1938 begrüßte er begeistert den Einmarsch der Hitler-Truppen in die Tschechoslowakei. Nach dem Krieg war Ritter Lodgman von Auen langjähriger Sprecher der Sudetendeutschen Landsmannschaft.

Näheres zu den geschichtlichen Hintergründen »» (122 KB pdf)
Deutsch Tschechische Nachrichten April 2003, S.3, Die Botschaft hinter der „Botschaft“

Mit Engelszungen ...

appelliert der OB an den Willen der Sudetendeutschen zu Verständigung, Versöhnung, Frieden und freut sich mit ihnen auf den Sudetendeutschen Tag 2003 in Augsburg. Der fromme Wunsch ehrt den OB, die politische Naivität nicht. Ist ihm das Programm des Sudetendeutschen Tages mit den berüchtigten Hauptrednern Posselt, Böhm, Neubauer und Stoiber nicht bekannt? Können die Ghostwriter des OB, die ihn mit so raffinierten Reden versorgen, ihn nicht auch ein bißchen aufklären? Oder versagt der hochgeschätzte persönliche Referent des OB, der sich vielleicht in Asien besser auskennt als in der Stadt? Oder hat der alte Fuchs Sandner doch noch mehr Einfluss auf den OB als alle anderen? Vielleicht braucht der OB einen größeren Schutzengel, wenn er beabsichtigt, den Reaktionären so blind in die Falle zu gehen. Noch besser wäre es, er würde unsere Denkschrift ernstnehmen.

Augsburg eine Art „Hauptstadt“ der Sudetendeutschen?

Der OB hielt zum Sudetendeutschen Gedenktag am 9. März 2003 im Haus St. Ulrich eine Grußansprache. Dort erklärte er: „Augsburg ist nicht erst seit dem Sudetendeutschen Tag im Jahr 2001 ein zentraler Ort, eine Art ‘Hauptstadt’ der Sudetendeutschen.“ Er bezog sich dabei vor allem auf den massiven Zustrom an Flüchtlingen und Ausgesiedelten nach dem zweiten Weltkrieg. Von gut 182.000 Einwohnern Augsburgs waren 1948 rund 42.000 „Zugezogene“, unter ihnen zirka 30.000 Sudetendeutsche. Der OB würdigte ihre Mithilfe beim Wiederaufbau und ihre produktive Rolle in der Augsburger Textilindustrie. Er bescheinigt den Sudetendeutschen, sie hätten Ressentiments überwunden und den Weg zu Verständigung und Versöhnung eingeschlagen. Und sie hätten in Augsburg eine neue Heimat gefunden, auch kulturell: hier nennt der OB den SPD-Ortsverein Göggingen als Beispiel.
Natürlich ist die Formulierung von Augsburg „Hauptstadt“ der Sudetendeutschen doppelzüngig und die Presse griff sie dankbar auf. „Hauptstadt“ ist eigentlich keine Kategorie der Bevölkerungsentwicklung oder der Wirtschaftsgeschichte, sondern ein politischer Begriff – z.T. sehr beladen, man denke nur an „Hauptstadt der Bewegung“. In der Regel findet sich in der Hauptstadt der Regierungssitz, wobei die Regierung der Souverän eines Staates ist. So die Definitionen in den Wörterbüchern. Zu weit hergeholt? Die Sudetendeutsche Landsmannschaft (SL) bezeichnet sich als „die Formation der Volksgruppe außerhalb der Heimat“ und ihre Politik der „Versöhnung“ und „Verständigung“ darin besteht, der tschechische Regierung ihre Anerkennung als Exilregierung abzunötigen. Die SL hat jetzt sogar ein Büro in Prag eröffnet, das sie als „Botschaft“ bezeichnet. Vor diesem Hintergrund ist die Äußerung Wengerts zumindest blauäugig.
Ansonsten vermied es der OB Wengert in seiner Rede, in irgeneiner Form an das Thema vom 4. März 1919 zu rühren, das überließ er dem SPD-Altstadtrat und Funktionär der Seliger-Gemeinde Sandner. Und wir möchten nicht wissen, was Sandner bei der Gelegenheit vom Stapel ließ. Wengert weicht der unseligen Tradition der SL und gerade auch ihrer heutigen politischen Rolle aus, aber er vermeidet auch, positiv auf sie Bezug zu nehmen.
Typisch ist die Formulierung des OB: „Am Anfang war die Vertreibung aus der Heimat. Dies war die abschließende Folge einer Politik, die von Menschenfeindlichkeit, ja Unmenschlichkeit geprägt war…“ Immerhin – entsprechend interpretiert – könnte man es so sehen und dabei belassen. Aber der OB weiß auch, dass die SL es nicht dabei beläßt.
Typisch auch die Schlusspassage der OB-Rede: „Wo Menschen sich begegnen, miteinander reden, einander zu verstehen versuchen, sich um Verständigung bemühen, ist kein Platz mehr für Voreingenommenheit, für Vorurteile oder gar Hass. Wir alle wollen eine glückliche, eine friedvolle Zukunft, wir wollen gute Nachbarschaft. Der heutige Tag ist ein Tag des Gedenkens… Das Gedenken ist nach rückwärts gewandt… Wir werden weiter so handeln, dass unseren Kindern und Enkeln, den uns folgenden Generationen hoffentlich für alle Zukunft ein Gedenken an neue Opfer erspart bleibt. Ich freue mich mit Ihnen auf den Sudetendeutschen Tag 2003 hier in Augsburg.“
Dezent bescheinigt der OB den Sudetendeutschen rückwärtsgewandtes Denken. Er legt ihnen eine friedliche Politik nahe, auch in ihrem eigenen Interesse, damit ihnen „für alle Zukunft ein Gedenken an neue Opfer erspart bleibt.“ Der OB weiß aber auch, dass die SL mit dem Gedenken an den März 1919 an der Irredenta festhält. Bei einer großen Kundgebung in Frankfurt diesen März hat die SL die Ergeignisse von 1919 beschrieben wie eh und je: „Der sudetendeutsche Freiheitskampf hatte seine Blutweihe empfangen“. (Sudetendeutsche Zeitung 7.3.2003)

Zuschüsse der Stadt an die Vertriebenenverbände


Haushaltsstelle

Haushalt 2003

2. Nachtrags-haushalt 2002

Haushalts-ansatz 2001

Zweckbestimmung bzw. Empfänger

Euro

Euro

Euro

1.0002.7001.02.0 

Zuschuss an Heimatkreis Reichenberg

6.800

6.800

7.158

Zuschuss für Heimatkreis Neudeck

1.700

1.700

1.790

Sonderzuschuss für 50-Jahr-Feier des Heimatkreises Neudeck

1.895

0

Sonderzuschuss für 18. Heimattreffen des Heimatkreises Neudeck

1.000

1.0002.7002.00.0

Mietkostenzuschuss Heimatkreis Reichenberg

4.517

4.517

4.755

1.1002.7001.02.5

Zuschuss für Sudetendeutsche Landsmannschaft zur Finanzierung des Kombi-Tickets für den Sudetendeutschen Tag 2001 in Augsburg

0

14.316

1.3691.7001.02.1 1.

Bund der Vertriebenen zur Gestaltung und Durchführung des "Tages der Heimat"

1.311

1.311

1.380

Summe an die "Vertriebenen"

15.328

16.223

29.399


“Augsburg ist uns etwas entgegengekommen”

Der Kommunalhaushalt: Anscheinend ein Selbstbedienungsladen für die Sudetendeutschen

Aus der Tabelle ergibt sich ein kleiner Skandal. Regenbogen hat die Zuschüsse an die “Vertriebenen”, die zu den freiwilligen Leistungen zählen, im Haushalt 2003 ungekürzt fortgeschrieben. Berücksichtigt man den Wegfall des Sonderzuschussess für die 50-Jahr-Feier des Heimatkreises Neudeck aus dem Jahr 2000 – hat Regenbogen die Zuschüsse sogar erhöht! Und das trotzt des Sparzwanges. Die Zuschüsse nennen sich “freiwillig” – wer zwingt die Stadt, sie zu geben?

Es kommt aber noch dicker. Obwohl das Kämmereiamt definitiv sagte, es gäbe heuer keinen Zuschuss für den Sudetendeutschen Tag, muß man auf der Internetseite der SL lesen:
Kostenlose Benutzung des Augsburger Verkehrsverbundes mit dem ST-Festabzeichen. Veranstaltungsteilnehmer können von Freitag 06.06.2003 bis Sonntag 08.06.2003 mit dem Festabzeichen die Verkehrsmittel des Regional- und Stadtverkehrs im Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund AVV (VGA und AVV GmbH) auf allen Linien (außer Nachtbusverkehr) in den Tarifzonen 10 und 20 kostenlos benutzen.”
Es erhebt sich die Frage, wer diese Freifahrten bezahlt? Wir haben schriftlich beim OB angefragt und keine Antwort erhalten.

Es kommt aber noch dicker. Es ist jetzt dank der Recherchen der Süddeutschen Zeitung und der Informationen eines Grünen-Stadtrats, der im Aufsichtsrat der Messe-AG sitzt, aufgekommen, dass die SL für den Sudetendeutschen Tag 2001 einen gewaltigen, verdeckten Zuschuss erhalten hat (neben dem offiziellen, der im Stadthaushalt aufgeführt ist, s.o. die Tabelle). Wir zitieren: “... bei Veranstaltungen wie dem Sudetendeutschen Pfingsttreffen, dem 80 Prozent Mietnachlass gewährt wurde, obwohl ein solches Ereignis nicht dazu beitrage, das Image Augsburgs als weltoffene Messestadt zu steigern, sagt Stadtrat Erben.” Süddeutsche Zeitung 29.4.2003
Man muss dazusagen, dass die Messegesellschaft der Stadt in tiefroten Zahlen steckt. So wie es aussieht, wird die SL für den diesjährigen Sudetendeutschen Tag erneut einen Mietnachlass bekommt. Kreisobmann der SL Gerhard Müller sagte der Presse: “Augsburg ist uns etwas entgegengekommen”. Augsburger Allgemeine 28.5.2003

Bayerische SPD mit CSU gegen Beneš-Dekrete – Sandner klatscht Beifall

Im Europa- und im Sozialausschuss des bayerischen Landtags stimmten im Dezember 2002 die Mitglieder der SPD für den von der CSU eingebrachten Antrag „Europäische Wertordnung und Erweiterung der EU“.
In dem Antrag heißt es:
„1. Der Landtag begrüßt die Forderung von Bundesinnenminister Schily auf dem Sudetendeutschen Tag nach Aufhebung der gegen Deutsche und Ungarn gerichteten und von Anfang an menschenrechtswidrigen Beneš-Dekrete. Der Landtag appelliert an die Bundesregierung, diese Haltung auch gegenüber der Regierung der Tschechischen Republik und den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union deutlich zu machen.
2. Der Landtag ersucht die Staatsregierung, sich im Bundesrat und gegenüber der Bundesregierung für eine wechselseitige versöhnungs- und wundenheilende Politik mit allen Staaten einzusetzen, von denen nach dem Zweiten Weltkrieg Deutsche vertrieben worden sind. Dazu gehört die Aufarbeitung geschehenen Unrechts auf beiden Seiten und die Aufhebung von Unrechtsdekreten und -gesetzen aus dieser Zeit.“
Der Landesvorsitzende der Seliger-Gemeinde Bayern (Organisation sudetendeutscher Sozialdemokraten), Erich Sandner, fand das Verhalten seiner Genossen im Landtag mutig. Wieviel Mut gehört dazu, im bayerischen Landtag mit der CSU zu stimmen und ihr bei ihrer antitschechischen Kampagne den Rücken zu stärken?
Der Landtagsbeschluss macht auch deutlich, dass die Sudetendeutschen Tage nicht dafür da sind, unverbindliche Fensterreden zu halten. Die Reaktionäre berufen sich auf die Worte Schilys, gesprochen auf dem Sudetendeutschen Tag 2002 in Nürnberg. Und die bayerische SPD folgt ihnen.

Der Antragstext stammt aus „Die Brücke“ Nr. 6/2002, dem letzten Heft der Zeitschrift der sudetendeutschen Sozialdemokraten. In dieser Zeitung haben sich durchaus auch antifaschistische Beiträge befunden. Nach 56 Jahren hat die „Brücke“ ihr Erscheinen eingestellt. Erich Sandner war zuletzt Chefredakteur. Es war kein guter Abgang.

Zitiert nach: Deutsch Tschechische Nachrichten Januar 2003 »» (540 KB pdf)

Auch der Spitzenkandidat der bayerischen SPD für die Landtagswahl, Franz Maget, hatte nichts besseres zu tun, als beim Vorstand der bayerischen SL anzutanzen und ihnen Übereinstimmung in zentralen Fragen zu versichern
Quelle: bayern intern Februar 2003, Informationsblatt der SL Landesgruppe Bayern

Erich Sandner...

Alt-Stadtrat aus Göggingen, Gesinnungsgemeinschaft sudetendeutscher Sozialdemokraten (Seliger Gemeinde), bayerischer Landesvorsitzender der Seliger Gemeinde und stellvertretender Bundesvorsitzender, im Sudetendeutschen Rat und im Kuratorium des Hauses des Deutschen Ostens. Hat eine Patenschaft der Stadt Augsburg “für die Heimatvertriebenen von Stadt und Kreis Neudek” eingefädelt – nicht etwa für die Stadt Nejdek und ihre gesamte Bevölkerung.
Holt sich jährlich Zuschüsse aus dem Stadthaushalt für den “Heimatkreis Neudek” – heuer trotz Sparhaushalt 2700 €.
Er selbst früherer Beamter der Regierung von Schwaben, verteilt Urkunden für Verdienste um die “sudetendeutsche Arbeiterbewegung”, z.B. an eine frühere Redakteurin der Augsburger Allgemeinen

Der Schirmknecht lobt den Schirmherrn

“Der SL-Bundesvorsitzende Bernd Posselt MdEP hat dem Schirmherrn der Sudetendeutschen Volksgruppe, Ministerpräsident Edmund Stoiber, für „seinen massiven Rückhalt in einer schwierigen Zeit“ gedankt. Im klaren Votum der zehn CSU-Europaabgeordneten – diese hatten beim tschechischen Beitrittsantrag zur EU geschlossen mit Nein gestimmt, um gegen die Fortgeltung der Beneš-Dekrete zu protestieren – sei auch die Treue und Festigkeit des Schirmlandes und des Schirmherrn gegenüber dem Vierten Stamm zum Ausdruck gekommen. Stoiber habe entscheidend daran mitgewirkt, daß es zu diesem europaweit beachteten Signal gegen fortdauerndes Unrecht gekommen sei.” Sudetendeutsche Zeitung 9.5.2003

Das europaweite Signal, das Herr Posselt mit Rückendeckung von Herrn Stoiber gesetzt hat, ist ist eher ein trauriges Lichtchen des Revanchismus, aufgesteckt von der CSU in Bayern um dem Nachbarland Tschechien heimzuleuchten. Eine “versöhnliche” Geste ganz im Stil der Sudetendeutschen Landsmannschaft gegenüber unseren Nachbarn.

Posselt und Stoiber sprechen auf der Hauptkundgebung des Sudetendeutschen Tages 2003 in Augsburg. Uns graust schon vor den “europaweiten Signalen”, die sie da aussenden wollen.

Über die gegenwärtigen Umtriebe des Bundesvorsitzenden der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Posselt, in Tschechien s.u.

Zu den Versuchen, den Beitritt Tschechiens zur EU an die Erfüllung revanchistischer Forderungen zu knüpfen, erklärte der PDS-Politiker Hans Modrow,

Mitglied des Europäischen Parlaments und Vizevorsitzender der Parlamentsdelegation für den Beitritt der CR:

Je näher der Beitritt der Tschechischen Republik zur EU rückt, desto eifriger sind Vertreter der Sudetendeutschen Landsmannschaften und ihre politischen Sprachrohre bemüht, dem nicht nur Steine, sondern Felsbrocken in den Weg zu rollen. Insbesondere tut sich hier MdEP Posselt von der CSU hervor, der immer wieder die sogenannten Benes-Dekrete ins Spiel bringt. Das Entgegenkommen der tschechischen Regierung, die Eröffnung einer Vertretung der Landsmannschaften in Prag zu erlauben, die ein Ort des Dialogs und der Versöhnung sein könnte, nutzt Herr Posselt, um realitätsfremde Forderungen zu erheben und mit deutschchauvinistischen Sprüchen sein Mandat für die nächste Wahl zu sichern.
Selbst mit der Familie aus polnischem Gebiet umgesiedelt und aus Kenntnis der damit verbundenen schweren Schicksale spreche ich mich gegen jeden Anspruch auf Heimatrecht und Besitzanspruch für die gemäß dem Potsdamer Abkommen der Siegermächte Ausgesiedelten oder Vertriebenen aus. Wer nur auf Fälle von individuellem Terror abhebt unterschlägt bewusst, dass dem einen Unrecht ein unermesslich größeres Unrecht vorangegangen ist, wofür die Namen der von den Nazis ermordeten Frauen, Kinder und Greise von Lidice stehen.
Wer nicht zur Kenntnis nehmen will, dass die Regierungen und Parlamente Deutschlands und Tschechiens ebenso wie die Mehrheit des Europaparlaments einen Schlussstrich unter dieses Kapitel gezogen haben, sät bewusst Zwietracht und kriminalisiert ein künftiges Mitglied der Union.
Die Tschechische Republik gehört – so denn ihre Bürger es wollen – ohne Vorbehalte und diskriminierende Bedingungen in die EU.

08. Apr. 2003 Presseerklärung
PDS im Europäischen Parlament »»

Die Leute bekommen langsam Angst

Posselt will es als Eröffnung einer “Botschaft” verstanden wissen und stößt auf heftigen Protest.
Anna Nešporová, geb. Novák, aus Lidice, deren Angehörige in Lidice ausradiert wurden: „Wieso gibt es eine legale Möglichkeit für die SL mit ihrem Programm, in Prag ein Büro zu eröffnen, das Herr Posselt noch dazu als SL-’Botschaft‘ bezeichnete? – Ich protestiere dagegen… Nach dieser SL-Provokation und der Entscheidung eines deutschen Gerichts, die neofaschistische Partei NPD nicht zu verbieten, fange ich an, in Unsicherheit zu leben, ob sich nicht die Geschichte wiederholen wird ...“ »»

Wie sehr die Landsmannschaft von vielen Tschechen – nicht ohne Grund, da sie sich selbst als „die Formation der Volksgruppe außerhalb der Heimat“ bezeichnet und einer Auseinandersetzung mit der Geschichte der „Formation der Volksgruppe“ in der Heimat ausweicht – als direkte Nachfolgerin der Sudetendeutschen Partei Konrad Henleins empfunden wird, zeigt der Brief, den der Bezirksausschuss des Freiheitskämpferverbandes für den Stadtbezirk Prag 4 an die Regierung richtete und der ... in „Národní Osvobození“ veröffentlicht wurde:

„Sehr geehrter Herr Premier, sehr geehrte Damen und Herren Minister, wir protestieren schärfstens gegen die Errichtung des SL-Büros in Prag. Wir möchten Sie daran erinnern, dass dieser Landsmannschaftsverein kein Subjekt ist, das zur Annäherung unserer Völker beiträgt, im Gegenteil. In der Vergangenheit wurden von ihm gewaltsam und verbrecherisch unsere Bürger aus dem Grenzgebiet verjagt, und er realisierte konsequent das schmähliche Münchner Diktat, das in der BRD bis heute als rechtsgültig zustande gekommen gilt. In nicht unerheblichem Ausmaß beteiligte sich die Landsmannschaft an der Besatzungsverwaltung des Protektorats sowie an der ‘Endlösung‘ der tschechischen Frage und am Völkermord an den tschechischen Juden. Einen Höhepunkt, der die Entscheidungen der Alliierten gewiss beeinflusste, bildete die Liquidierung der Orte Lidice und Leþáky und deren Bürger sowie die Teilnahme an den Repressionsmaßnahmen gegenüber dem tschechischen Volk nach dem Attentat auf Heydrich. Die Alliierten haben die Rolle der deutschen Minderheiten in den europäischen Ländern richtig eingeschätzt und den Abschub dieser Minderheiten beschlossen...”

aus: Deutsch Tschechische Nachrichten Mai 2003
»» (876 KB pdf)

Franz Neubauer beim Sudetendeutschen Tag in Augsburg 2010, Bild: www.sudeten.de

“Beziehungen ins rechtsextreme Lager...”

Recht allergisch hat der »Sprecher der sudetendeutschen Volksgruppe«, Franz Neubauer, auf den Hinweis der PDS/Linke Liste auf seine engen Beziehungen ins rechtsextreme Lager reagiert. Der tschechische Botschafter Jiri Grusa nahm Bezug auf den Abdruck zweier Reden Neubauers in einem faschistischen Sammelband des Berg-Verlags und nahm auch deswegen Abstand von Neubauer als Dialogpartner der tschechischen Regierung. Neubauer wirft der tschechischen Außenpolitik jetzt Belastung des Nachbarschaftsverhältnis vor, weil sie sich auf PDS-Aussagen beriefe!
aus Antifaschistische Nachrichten 22/1996

In Bayern werden solche Leute nicht nur Sudetenchefs sondern auch Arbeits- und Sozialminister bis hin zum Vorstandsvorsitzenden der Bayerischen Landesbank. Vielleicht hat die Staatsregierung der Landesbank eine führende Rolle bei der Durchsetzung des “Recht auf Heimat” inklusive “Rückgabe” und Restitution der Sudetendeutschen zugedacht. Was liegt da näher, als den Häuptling der SL gleich zum Chef der Landesbank zu machen.

Der Scharfmacher wird von seinem Nachfolger geehrt

Franz Neubauer, früherer Sprecher der Sudetendeutschen Landsmannschaft, soll auf dem Sudetendeutschen Tag 2003 in Augsburg von seinem Nachfolger, Johann Böhm, geehrt werden. Böhm, seines Zeichens auch Landtagspräsident im “Schirmland” Bayern: „Der Europäische Karlspreis ist die höchste Ehrung, die unsere Landsmannschaft vergibt. Sie geht heuer an Franz Neubauer, einen bayerischen Politiker, deutschen Patrioten und treuen Landsmann. Für ihn war eine christliche Wertebasis stets unverzichtbar; er arbeitete für ein Zusammenwachsen des alten Kultur- und Wirtschaftsraumes Europa; er strebte die Aufarbeitung alten Unrechts an, um eine unbelastete Zukunft in Gerechtigkeit, Freiheit und Frieden erleben zu können.“

Im “alten Kulturraum Europa” Neubauers haben die Tschechen nicht viel verloren. Während seiner Zeit als Sprecher der SL wurde die Zeit nach 1918 im Mitteilungsblatt der SL so gedeutet: “Durch die Schwäche des Reiches hatten die Tschechen leichtes Spiel mit der Eroberung des Sudetenlandes: Das Deutsche Vaterland war mit sich selbst beschäftigt und nach außen hin gelähmt, sein Heer war gar nicht in der Lage einzugreifen!” »

“Unser Heimatrecht ist weit mehr als nur Niederlassungsfreiheit”, dröhnte er auf dem Sudetendeutschen Tag 1993 in Nürnberg. zitiert nach http://www.demokratiezentrum.org

Im Jahr 2000 schreibt das Deutsche Allgemeine Sonntagsblatt: “Vor Pfingsten sagte der scheidende Sprecher Franz Neubauer drohend, die Verhandlungen über den EU-Beitritt ’werden noch manche Gelegenheit bieten, die sudetendeutsche Frage aufzuwerfen‘. Der Wechsel vom scharfen Neubauer zum ruhig-freundlichen Böhm mag den Stil ändern und die Zwischentöne. Doch es bleibt bei Maximalzielen: Entschädigung, Recht auf Heimat, Rückgabe”

Neubauer lehnt die Deutsch-Tschechische Erklärung zur „Sudetenfrage“ ab. Tschechien soll zum Bedauern der Umsiedlung erpresst werden. „Die tschechische Regierung muß mit wirtschaftlichen Mitteln in diese Position gezwungen werden." – Franz Neubauer, SL-Chef, Okt. 1993. Zitiert nach FDJ »»
Bisher hat die BRD keinen Schadensersatz für die in der Tschechischen Republik verübten Verbrechen geleistet. Neubauer war ein Vorreiter der infamen Idee, einen Entschädigungsfond zu verlangen, in den auch die tschechische Seite einzahlen sollte, um damit tschechische “Verbrechen” an Sudetendeutschen auszugleichen »»

 

Wir fürchten, die “Schirmherrschaftsministerin” wird leider wieder hetzen

Christa Stewens, Bayer. Sozialministerin und “Schirmherrschaftsministerin” der Sudetendeutschen, wird neben OB Wengert zur Eröffnung des Sudetendeutschen Tages ein Grußwort sprechen. Wenn dies in die Richtung geht, wie ihr Grußwort im Vorjahr in Nürnberg, wir es eine Huldigung an den “Schirmherrn” Stoiber, an den Preisträger Neubauer und eine ausgedehnte Hetze gegen die Tschechische Republik verbunden mit mehr oder weniger offenen Drohungen.

 

Sie hat ihr Sudetenlatein schnell gelernt

Vor einem Jahr sagte sie bei gleicher Gelegenheit:
“Nach mehr als einem halben Jahrhundert erleben wir, wie zäh behauptete Tabus dahinschmelzen. Medien, Politiker und Schriftsteller befassen sich mit der Vertreibung der Deutschen aus Deutschland und aus den Ländern Ostmitteleuropas.” Wenn man weiß, dass die Vorstellungen der SL von Deutschland mindestens an die Grenzen von 1937 geht und dort nicht stehen bleiben will, ahnt man, was mit der “Vertreibung der Deutschen aus Deutschland” gemeint ist.
“Die Beneš-Dekrete sind ein internationales Thema geworden... Mit welchem Erschrecken man dies in Prag wahrnimmt, zeigen schroffe Reaktionen und beunruhigende Reflexe. Ein Minister unterstellt, dass tschechische Zeitungen mit deutschen Eigentümern nicht objektiv berichten und dass tschechische Kritiker der Beneš- Dekrete im Auftrag deutscher Verlagshäuser handeln.” Ein fast unverhohlener Triumph für die SL: Deutsche Verleger und deutsche Eigentümer sind wieder so stark in Tschechien, dass sie ernsthaft auf die öffentliche Meinung Einfluss nehmen können. Man weidet sich an der Beunruhigung der tschechischen Seite. Man hat wieder einen Fuß in der Tür.
“In Den Haag versucht die Staatengemeinschaft die Verbrechen der ethnischen Säuberung bis hin zum Genozid zu ahnden. Gleichzeitig ist ein Beitrittsland nicht bereit, sich von Dekreten und Gesetzen zu distanzieren, die genau dieses beabsichtigt und ermöglicht haben.” Man wirft der tschechischen Seite “Genozid” vor, kein kleiner Vorwurf. Man relativiert damit die fürchterlichen Verbrechen der Faschisten und die Beteiligung sudetendeutscher Stoßtrupps und man stellt die tschechische Regierung als Genozid-Verbrecher hin, d.h. als die schlimmsten, die es überhaupt gibt.
Genüßlich zitiert man die Prager Zeitung „Pravo“: „Es sieht fast so aus wie in der Vorkriegszeit, als Tschechien unter den Nachbarn keine Freunde hatte.“
Was müssen das für Politiker in der bayerischen Staatsregierung sein, die mit dem Gedanken der Isolierung und Bedrohung der Tschechischen Republik “wie in der Vorkriegszeit” spielen können. Und sie spielen nicht nur damit, sie tun als mächtiger Nachbarstaat auch aktiv was für die Isolierung Tschechiens. Z.B. mit der geschlossenen Ablehnung der Aufnahme Tschechiens in die EU durch die CSU-Fraktion im Europaparlament. D.h. die Staatspartei Bayerns und damit die Staataregierung macht offiziell Front gegen den Nachbarstaat.
Das ganze Grußwort von Staatsministerin Stewens »»

Müssen solche Krieger in der Friedensstadt Augsburg aufsprechen?

Johann Böhm, Sprecher der sudetendeutschen “Volksgruppe”, Präsident des Bayerischen Landtages, wird auf der Hauptkundgebung des Sudetendeutschen Tages sprechen. Das Deutsche Allgemeine Sonntagsblatt stuft ihn im Gegensatz zu seinem “scharfen” Vorgänger Neubauer “ruhig-freundlich” ein.

Der “scharfe” Neubauer frohlockte 1999 über den NATO-Angriff auf den Kosovo, der angeblich dazu diente “Vertreibungsverbrechen” der Serben gegenüber Albanern zu verhindern: “Vertreibung wird jetzt als ein so schweres Verbrechen angesehen, dass man bereit ist, dagegen mit Waffengewalt vorzugehen.”

Der “ruhig-freundliche” Böhm ein Jahr später auf dem Sudetendeutschen Tag 2002 in Nürnberg: „In Serbien hat die westliche Welt – unter Einsatz militärischer Mittel – das verwehrt, was die Tschechen knapp 50 Jahre vorher getan haben. Soll dann in Tschechien bestehen bleiben, was bei den Serben Verbrechen war?”

 

Der “Schirmherr” der sudetendeutschen “Volksgruppe” und Hauptredner des Sudetendeutschen Tages 2003

Wir verweisen hier lediglich auf seine unerhörte Entgleisung beim Sudetendeutschen Tag vor einem Jahr in Nürnberg. Er würdigte dort ausdrücklich Siegfried Zoglmann als langjährigen Weggefährten.

Wir zitieren aus unserer Denkschrift:
Zoglmann, Vorstandsmitglied der SL und des Witikobundes mit nationalsozialistischer Vergangenheit, hat als Bannführer der HJ 1938 gemeinsam mit dem (1947 wegen Kriegsverbrechen hingerichteten) Gauleiter Hans Krebs das Buch Sudetendeutschland marschiert veröffentlicht. Darin wurde auch die „sudetendeutsche Volksgruppe” vorgestellt: „Allen Unterdrückungen der tschechischen Machthaber zum Trotz erhob sich die Jugend des Sudetendeutschtums unter den Fahnen und Losungen der nationalsozialistischen Bewegung. Ein Kampf um Sein oder Nichtsein einer dreieinhalb Millionen zählenden Volksgruppe begann.”
Mit Entsetzen müssen wir die tschechische Presse zitieren, die über den letztjährigen Sudetendeutschen Tag berichtet: „Es war Edmund Stoiber, der wahrscheinlich nächste deutsche Bundeskanzler, der in Nürnberg, auf dem Platz der schreienden Reden von Adolf Hitler und der Annahme der rassistischen Gesetze des Dritten Reiches, persönlich Siegfried Zoglmann, einen während des Weltkriegs im Amt des Reichsprotektors in Prag wirkenden Nazis, begrüßte...”

siehe hierzu den Aufsatz “Ein Signal nach ganz rechts” von Emil Hruška in Deutsch Tschechische Nachrichten Sept 2002 »»


   
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