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Eine
Betreiberin des “Zentrums gegen Vertreibungen”
Erika
Steinbach, CDU-MdB und Präsidentin des Bund der
Vertriebenen. 1943 als Tochter eines deutschen Besatzungssoldaten
im polnischen Rumia geboren, gebärdet sich als
“Vertriebene”. An den Sudetendeutschen Tag
2003 in Augsburg richtete sie ein Grußwort, in
dem sie neben Breitseiten auf das tschechische Rechtssystem
auch sagte:
“Es
ist grundsätzlich zu begrüßen, daß
durch die Osterweiterung auch die Heimatgebiete von
Millionen deutschen Vertriebenen zur europäischen
Rechts- und Wertegemeinschaft gehören werden. Europa
endet eben nicht am Bayerischen Wald, das wissen Sie,
liebe Sudetendeutsche, besser als viele andere.”
Bild: Erika Steinbach, online-PD des BdV |
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Der
Mythos vom deutschen Osten
Die
Histroriker Eva und Hans Henning Hahn beleuchten die rechten Strategien,
die in der hochgekochten Diskussion um ein “Zentrum gegen
Vertreibungen” in Berlin durchschlagen.
Zwei Projekte
eines Zentrums gegen Vertreibungen machen zur Zeit die Runde in
der deutschen Diskursarena. Der Bund der Vertriebenen (BdV) setzt
sich für ein Zentrum als eine nationale Gedenkstätte ein,
während der SPD-Abgeordnete Markus Meckel ein “Europäischen
Zentrums gegen Vertreibungen” propagiert und dafür auch
Fürsprecher in mehreren östlichen Nachbarstaaten fand.
Der Vorschlag einer Europäisierung der Erinnerung will erklärtermaßen
den Vertriebenenverbänden die Stirn bieten, gibt aber gleichzeitig
auch Anlass zu misstrauischen Fragen, drängt sich doch bei
genauerer Lektüre die Nähe zu deren Traditionen auf.
Europäisierung ist kein neuer Gedanke. Auch die Chefin des
BdV, Erika Steinbach, ... ermahnt schon lange die Deutschen, die
gesamteuropäische Bedeutung ihres eigenen Opferschicksals zu
erkennen: “Wer die deutschen Opfer nicht auch als europäische
Opfer anerkennt, lebt in überholten nationalistischen Kategorien
und hat Europas Geist nicht verstanden”...
Wichtigster Stein des Anstoßes ... ist jedoch die Verschleierung
historischer und politischer Zusammenhänge durch das Schlagwort
“ethnische Säuberungen”.
Dabei wird unterschlagen, dass es der großdeutsch-völkische
Unwille, die Multikulturalität des östlichen Europa zu
akzeptieren und zu respektieren, war, der die ethnische Säuberung
Ostmitteleuropas herbeigeführt hat. Da sollte man sich an jenen
Auftakt erinnern, von dem Hans-Ulrich Wehler im Zusammenhang mit
der Ausweisung von 32 000 Polen im März 1885 gesprochen hat.
Gehört nicht auch der im 19. Jahrhundert ausgebildete Mythos
vom deutschen Osten und einer deutschen Mission im Osten in diesen
Zusammenhang? Die am Ende des Zweiten Weltkriegs im gesamten nichtdeutschen
Europa vorherrschende Akzeptanz des Gedankens, die Vertreibung der
Deutschen aus Osteuropa sei eine Notwendigkeit, ist ohne eine klare
Benennung der Kausalitäten nicht erklärbar...
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rtf) |