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Volksbegehren
„Aus Liebe zum Wald“
Zusätzlich zu den unten aufgeführten Zeiten
gibt es im Augsburger Rathaus verlängerte Öffnungszeiten:
Donnerstag bis 21.30 Uhr
Freitag und Samstag bis 20.00 Uhr
Sonntag 14.00 bis 18.00 Uhr
Eintragen können sich alle deutschen Bürgerinnen
und Bürger, die in Augsburg
wahlberechtigt sind.
Rathaus, Rathausplatz
Öffnungszeiten:
Montag bis Mittwoch, Freitag 8.00 bis 16.00 Uhr
Donnerstag, 18.11.04 8.00 bis 17.30 Uhr
Donnerstag, 25.11.04 8.00 bis 20.00 Uhr
Samstag, 27.11.04 10.00 bis 13.00 Uhr
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Europawahlen:
Stoiber in Augsburg
Starker Gegenwind
Die Kundgebung am 13.5.2004
mit rund tausend Teilnehmern
wurden von einigen in Augsburg eher unbekannten Herren
eröffnet, die als die Inhaber Schwabens vorgestellt
wurden. Seit Jahr und Tag würden sie sich um das
Wohlergehen Schwabens kümmern. Als dann der Chef
kam, wurde klar, dass die Inhaber Schwabens doch eher
nur Niederlassungsleiter waren. »»
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| So
haben sie es sich nicht vorgestellt nach ihrem Wahlsieg |

„Kreut ist nicht der Ort, wo die weiße Flagge gehisst wird“,
gab Landesgruppenchef
Michael Glos als Parole aus. Bild: wikimedia Christian Horvat
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Unglaublich,
aber wahr! Die Augsburger Allgemeine vermeldet es auf der ersten
Seite: Die CSU legt in der Wählergunst noch zu. Über
Google ist diese Umfrage zwar nirgends zu finden und auch die
Webseite von infratest dimap weiß nichts davon.
Aber Gottes unergründliche Weisheit, die die CSU ja auf
definitiv auf ihrer Seite hat, läßt Google weit hinter
sich. Und es ist ja klar, dass bei diesem Wahlsieg ein Ruck
durch die Gräber ging und sich auch verstorbene CSU-Mitglieder
an den Umfragen beteiligen. Wir können es uns nicht anders
erklären. Irgendwie muss man der sinkenden Wahlbeteiligung
ja etwas entgegensetzen, wenn man die Macht dazu hat und Medien
wie die Augsburger Allgemeine.
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Trotz ihres Sparkurses verzeichnet die CSU in der Gunst der bayerischen Wähler weiter Rekordzustimmung: Nach einer neuen Umfrage legte sie seit der Landtagswahl nochmals um mehr als einen Prozentpunkt zu und kommt auf 62 Prozent. Jedoch glaubt nur jeder fünfte Wähler, dass Ministerpräsident Stoiber seine Sparziele tatsachlich erreichen wird, stellte das Meinungsforschungsinstitut infratest dimap im Auftrag eines Rundfunksenders fest. Augsburger
Allgemeine 8.1.2004 |
| Im Folgenden ein paar Bilder über die Wogen der Begeisterung,
die die bayerische Staatskanzlei seit Wochen umbranden. Bis
in die tiefste Provinz will der Jubel nicht enden. |
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Es
geht uns darum, Deutschland, den Adler, zurzeit eine
gebeutelte, gefesselte Kreatur, zu befreien, zu entfesseln,
damit er wieder fliegen kann. Rogowski am 22.9.2003
auf dem BDI-Reformkongress |
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Anmerkungen
zur Landtagswahl in Bayern (Teil II)
Stoiber
plant Sonderwirtschaftszone im Komplott mit Schröder
Hieß es früher in Bayern: Wir überbieten
alle anderen – soll es jetzt wohl heißen:
Wir unterbieten alle anderen!
Natürlich
hat das bayerische Wahlergebnis unter Gewerkschaftern,
Kommunalpolitikern und SPD-Linken scharfe Kritik am
Kurs der Bundesregierung bzw. am Kurs der SPD hervorgerufen,
die dafür mit verantwortlich gemacht werden.
Die
IG Metall sagte schon drei Wochen vor der Landtagswahl
ganz offen auf ihrem Gewerkschaftstag: „Die Enttäuschung
der Menschen und damit auch der Mitglieder in den Gewerkschaften
über die Reformpolitik der Bundesregierung hat
nach Meinung von Peters bei vielen Bürgern zur
„Lähmung oder gar Resignation“ geführt.
Warum führte das breite Unbehagen nicht zu größerem
Druck auf die Regierung? Warum dringen wir mit unseren
Alternativen nicht durch? fragte Peters. Offensichtlich
müssten auch die gesellschafts- und gewerkschaftspolitischen
Leitbilder und Visionen der IG Metall wieder mehr an
Überzeugungskraft gewinnen. Die IG Metall habe
mit ihrer Zukunftsdebatte einen ersten großen
Schritt gemacht, um ihre Programmatik neu zu bestimmen.“
Tatsächlich läuft in den Gewerkschaften eine
hochinteressante innovative Reformdebatte. Wir können
nur empfehlen, sich damit zu befassen. Diese Kräfte
melden sich jetzt verstärkt zu Wort und verlangen
eine Kurskorrektur der SPD.
Rogowski,
Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie
(BDI), trat sofort auf den Plan und brach eine Lanze
für den Kanzler. Schröder „muss an der
Regierung bleiben, er muss diese Agenda 2010 umsetzen,
ohne Abstriche, eins zu eins – und oben noch was
drauf durch die Opposition“. Die Union habe keine
eigenen Konzepte, sie sei zu zerrissen, Dank Schröder
stimme „wenigstens die Richtung in diesem Land“.
... Die
Kapitalisten befürchten Abstriche an der „Agenda
2010“, die für sie ja nur den Anfang der
Abräumorgie darstellt, und wollen deshalb den Kanzler
retten. Natürlich sind sie keine Unionsgegner,
sie wollen eben zunächst die SPD verschleißen.
Die Kapitalisten treiben jetzt Stoiber und Schröder
zusammen – und diese haben verstanden. ... »»
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Mit
Rocky auf der Jagd nach Betriebsräten |
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“Die
CSU hat flächendeckend in allen Wählersegmenten
gewonnen” (Infratest dimap) |
Anmerkungen
zur Landtagswahl in Bayern (Teil I)
Schutzmacht
CSU – wann sind die Schutzgelder fällig?
Die
Zwei-Drittel-Mehrheit hat die CSU nur zum Teil von den
Wählern. Die CSU verdankt sie schon auch der 5%-Klausel,
dank derer die Stimmen von politischen Gegnern einfach
verfallen. Was aber im Freudengeheul über den Triumphator
ganz untergeht: die CSU hat gegenüber der voraufgehenden
Landtagswahl 235.000 Gesamtstimmen verloren, auch an
Erststimmen hat sie noch 120.000 Stimmen verloren. Und
das trotz einer Zunahme der Wahlberechtigten um 250.000.
Die schwindende Akzeptanz von Parteien beginnt auch
die CSU zu erfassen.
Auch in Schwaben, das mit Niederbayern zu den schwärzesten
Bezirken zählt, hat die CSU 18.500 Gesamtstimmen
verloren, davon allein in der kreisfreien Stadt Augsburg
14.000.
Selbstverständlich
hat die SPD weit mehr Stimmen verloren, 1.490.000 Gesamtstimmen
in ganz Bayern, davon 770.000 Erststimmen. Echte Zugewinne
haben die Grünen mit 100.000 Gesamtstimmen und
die FDP mit 62.000. Die grüne Landesvorsitzende
Margarete Bause sagte unverblümt: „Wir haben
nicht trotz Berlin gewonnen, sondern wir haben mit Berlin
gewonnen.“ Die Grünen hätten sich „nicht
entschuldigt für notwendige Reformen“, sondern
für ihre Inhalte offensiv geworben. Mit einer Zugewinn
von 2,1 Prozentpunkten auf 7.7% in Bayern lassen sich
die eigenen Probleme anscheinend locker herunterspielen.
Auch die Grünen haben einen starken sozialpolitischen,
wirtschaftsdemokratischen und gewerkschaftlichen Flügel,
der noch stärker ist als in der SPD. Auf dem Sonderparteitag
der Grünen in Cottbus beherrschte der linke Flügel
die Stimmung und wurde nur denkbar knapp von den Agenda-Freunden
in der Abstimmung über den Leitantrag geschlagen.
Wenn die Grünen nun behaupten, sie haben mit Berlin
gewonnen, so heißt das nichts anderes als: sie
haben die „Linken“ erfolgreich ausgeschaltet
und sich in Bayern von „rechts“ bedient.
Ihre „Opposition“ gilt vielleicht der CSU,
genauso aber auch der Arbeiterbewegung.
Die
SPD-Spitze jammert nun herum, weil ihnen das Kunststück
der Grünen nicht gelungen ist, den linken Flügel
auszuschalten und trotzdem ein Plus zu machen. »»
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| Der
Champion bei der Kabinettsprobe. Man hat ihm gesagt, es
müsse was Weibliches rein. Hoffentlich merkt Karin
nichts. |
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Die
Zampanos: siegesgewiss
und zu allen Schandtaten bereit
Am 16. September, also noch vor der Landtagswahl, hat der bayerische
Ministerrat eine Bundesratsinitiative für ein „Wirtschaftsrecht
light“ beschlossen. „Arbeitsrechtliche Überregulierungen
sollen auf ein vertretbares Maß zurückgestutzt …
werden“, heißt es in einem Bericht der Staatskanzlei
aus der Kabinettssitzung. Unter dem Stichwort „Entrümpelung
der Arbeitsstättenverordnung“ heißt es dort:
„Die Arbeitsstättenverordnung soll nach Vorstellung
Bayerns massiv entrümpelt werden. ...
Unter
dem Stichwort „Flexiblere Regelungen beim Arbeitsrecht“
heißt es im Bericht der Staatskanzlei: „Der
Gesetzentwurf sieht vor, dass beschäftigungshemmende
Fesseln für den Mittelstand durch Erleichterungen beim
sozialen Kündigungsschutz, durch die Freistellung von
Kleinunternehmen vom Teilzeit- und Befristungsgesetz, durch
die Flexibilisierung des Arbeitszeitrechts und durch erweiterte
Lösungsmöglichkeiten von der Tarifbindung wegfallen.“
...
Damit
wird folgendes klar:
1.
Obwohl der berüchtigte Begriff „Sonderwirtschaftszonen“
von MC Kinsey im Bericht der Deregulierungskommission nicht
mehr vorkommt, geht die Kommission noch einen Schritt weiter:
die Aufhebung des Arbeitsrechts soll nicht mehr in bestimmten
Zonen erfolgen, sondern flächendeckend in ganz Bayern
– wohl nach dem Grundsatz „ausgewogener Lebensverhältnisse“
2. Die Einschränkung
erfolgt (zunächst!!) auf Kleinbetriebe mit bis zu 20
Beschäftigten. Wenn das erst mal durchgesetzt ist, läßt
sich das beliebig ausweiten. Zunächst aber bindet die
CSU das Kleingewerbe, den Mittelstand damit fest an sich.
3. Der Bericht der
Staatskanzlei – der genaue Verordnungsentwurf liegt
noch nicht öffentlich vor – verrät, dass die
Ministerriege die Vorschläge der Deregulierungskommission
1:1 umsetzen will. Danach kann man getrost den Bericht der
Kommission hernehmen, um das zu ermitteln, was Staatskanzleichef
Huber noch verschweigt. Es ergibt sich zu den oben schon genannten
Schweinereien auch noch die Aufhebung der Mitbestimmung in
Kleinbetrieben, sprich das Recht, Betriebsräte zu bilden.
4. Die bayerische Staatsregierung
ist im Siegesrausch einer Zwei-Drittel-Mehrheit. Sie brennt
darauf, das Arbeitsrecht zu beseitigen und die Gewerkschaften
für immer auszuschalten. Sie ist so dreist und gibt zu
erkennen, dass der Bericht der Deregulierungskommission als
Regierungsprogramm für die nächsten Jahre zu lesen
ist. ... »»
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siegesgewiss und zu allem bereit, Staatskanzlei will das Arbeitsrecht rasieren
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