Viele Schriftsteller schreiben
für das Feuilleton, um die Zeit zwischen zwei Romanen
finanziell zu überbrücken, aber kaum ein deutscher
Schriftsteller hat das Feuilleton, jenes fruchtbare, oft unterschätzte
Niemandsland zwischen Rezension, Erzählung und Essay
so konsequent zu seiner Form gemacht wie der seit Anfang der
90er in Augsburg lebende Franz Dobler (www.franzdobler.de).
Anders als seine Kollegen
Wiglaf Droste oder Max Goldt, deren Buchveröffentlichungen
immer Kompilationen ihrer Feuilletonbeiträge für
Zeitungen und Zeitschriften waren, hat Dobler seine Laufbahn
als Erzähler begonnen. Auf den Erzählungsband Falschspieler
(1988) folgte 1991 der Roman Tollwut, für den
Dobler unter anderem den Kunstförderpreis der Stadt Augsburg
in der Sparte Literatur erhielt...