Neue Literatur(wissenschaft) aus Augsburg
Essays von Studierenden der Uni Augsburg und Lyrik von Martin Schmidt – besprochen von Gerald Fiebig

Dass Literaturwissenschaft auch für Nicht-Germanisten eine lohnende Lektüre sein kann, ja sogar (wieder) zu einer vorsichtigen Politisierung der Diskussion über literarische Werke beitragen könnte, zeigt das bemerkenswerte Buch Verbalträume – Beiträge zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur / Interviews mit Friederike Mayröcker, Kerstin Hensel, Martin Walser, Bastian Böttcher und Tom Schulz (Augsburg: Wißner-Verlag 2005). Die Herausgeberin Andrea Bartl, Dozentin an der Uni Augsburg und einem außeruniversitären Publikum vielleicht als Moderatorin zahlreicher Literaturveranstaltungen z.B. im Rahmen des alljährlichen Brecht-Festivals bekannt, versammelt darin Aufsätze, die aus Lehrveranstaltungen an den Universitäten Augsburg, Bamberg, Mainz, München und Regensburg hervorgingen. Allein die Tatsache, dass hier neben DoktorandInnen auch Studierende nicht aufgrund ihrer bereits erworbenen Titel, sondern aufgrund ihrer Sachkompetenz zu Wort kommen, ist in der deutschen Universitätslandschaft etwas so Ungewöhnliches, dass ein positiver Hinweis auf das Buch gerechtfertigt ist.

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